MY FAIR NETWORK IMPACT-BERICHT 2020 (1/2)

Lesezeit: Ca. 10 Minuten

Wie du weißt, ist Transparenz in unserer FAIR CHAIN VISION eine sehr wichtige Komponente. Daher präsentieren wir dir nun unseren Transparenz- und Impactbericht.

Was teilt er dir mit?

  • Wir zeigen dir, wie wir den Bauern vor Ort helfen, welche Preise wir zahlen und welchen Impact unsere FAIR CHAIN MISSION hat.
  • Außerdem geben wir dir einen Ausblick, wie wir weiter vorgehen möchten, um unsere Vision von einer FAIR CHAIN WORLD Realität werden zu lassen.

Konkret arbeiten wir mit den Bauernvereinigungen ASOPECAM, ASOCOPALVA sowie Coffee in the Clouds zusammen: Aus ASOPECAM kaufen wir unseren CAFÉ TINAMÚ und von ASOCOPALVA erhalten wir unseren FIGHTERS COFFEE. Unseren genialen INNOVATORS COFFEE beziehen wir von Mauricio, der hinter Coffee in the Clouds steht.

Hinweis: Der WORKERS COFFEE von Lusitania Coffee wird in diesem Impact Bericht noch nicht berücksichtig, da unsere Zusammenarbeit erst 2021 begonnen hat. Im nächsten Impact Bericht werden wir uns ausführlicher dieser Zusammenarbeit widmen.

ASOPECAM

Von ASOPECAM haben wir zum aktuellen Stand bereits 2.000 kg gerösteten Kaffee für einen durchschnittlichen Preis von 9,30 € gekauft. Aus der langen und genialen Zusammenarbeit mit ASOPECAM konnten diese mehr Umsatz generieren. Dadurch wurde der größte Umsatz durch gerösteten Kaffee erzielt. Mit dem Kauf von ca. 20% das gesamte Produktionsvolumen der Vereinigung an Kaffee, haben wir mehr als 37% des gesamten Umsatzes für 2020 geschaffen. Diese Wertschöpfung in Kolumbien selbst war möglich, da ASOPECAM durch unsere hohe Bezahlung sich eine neue Röstanlage installieren konnten, und das mitten in der Covid-19-Pandemie! Hierdurch wurden weitere 12 neue Arbeitsplätze geschaffen, da ASOPECAM durch die Röstung vor Ort in Kolumbien mehr Mitarbeiter benötigte.

Des Weiteren haben wir die Vereinigung durch zusätzliche Beratungen und unserer Prozessoptimierung dabei geholfen, ihre Gesamtkosten zu senken sowie ihre Arbeit an sich effizienter zu gestalten. Konkret kann man das an der Minimierung der entstehenden Verluste bei der Röstung, sehr gut veranschaulichen. Außerdem konnte ASOPECAM durch unsere Unterstützung und Beratung ihre eigene Marke in Europa registrieren. Darüber hinaus haben wir ihnen bei der Bewerbung für Fördermittel, bei der Förderorganisation Valle Inn, tatkräftig unterstützt.

Einer der wichtigsten Aspekte ist die Stärkung der Partnerschaft, denn der garantierte Ankauf hochwertiger Kaffeesorten führt dazu, dass der Vereinigung mehr Erzeuger beitreten wollen, was die soziale Basis stärkt. Auch, dass sie ihr Produktionssystem auf ein nachhaltigeres und umweltfreundlicheres umstellen, indem sie auf agroökologische Produktion mit Bio-Zertifizierung umstellen, über die ASOPECAM bereits verfügt, ist ein nennenswerter.

ASOCOPALVA

Durch unsere Zusammenarbeit mit ASOCOPALVA konnten wir bereits 650 kg Rohkaffee für einen Kilopreis von circa 3,89 € bei ihnen beziehen. Unseren dort angebauten und weiterverarbeiteten FIGHTERS COFFEE kann vor Ort zwar noch nicht geröstet werden, da die Bauernvereinigung noch nicht die notwendigen Voraussetzungen besitzt, aber ihr Rohkaffee wird an ASOPECAM weitergegeben, damit diese dann den Kaffee rösten können. So bleibt die größte Wertschöpfung immer noch in Kolumbien selber, was Teil unserer Fair Chain ist. Die Produzenten von ASOCOPALVA lernen hierdurch auch mit ASOPECAM, wie man ihren Kaffee ideal analysiert und röstet.

Mit ASOCOPALVA gab es bereits zahlreiche Zusammenkünfte im Rahmen unserer Workshops. In diesen lernten unsere lieben Produzenten alles über die Grundlagen des Kaffeeanbaus sowie seine Weiterverarbeitung. Besonders wichtig war uns hier, ihnen ihren eigenen aromatischen Kaffee qualitativ zubereitet probieren zu lassen, damit sie die Wichtigkeit unseres hohen FAIR CHAIN Qualitätsanspruchs besser nachvollziehen zu können. Außerdem zeigt es ihnen noch einmal deutlich, für welche Ziele sie arbeiten. Das spornt sie noch einmal zusätzlich an, besseren Kaffee für euch zu produzieren!

Im Zuge unserer Finca-Besichtigungen haben wir individuelle Lösungs- und Optimierungsansätze ausgearbeitet. Jede Finca besitzt nämlich individuelle Stärken und Schwächen, mit denen gearbeitet werden kann. Als wir deren Mitarbeiter geschult haben, wurde die Optimierung der Felder in Angriff genommen. Dieser Punkt war uns besonders wichtig, da bestimmte Pflanzen in einem spezifischen Abstand gepflanzt werden müssen, damit ein optimaler Nährstoffhaushalt aufrechterhalten werden kann. Durch unsere Kooperation mit den Produzenten von Palmira, konnten wir den Anstoß geben und gemeinsam ASOCOPALVA gründen. Hierfür stellten wir den Kontakt zu verschiedenen Bauern her und klärten sie über organisatorische und rechtliche Aspekte einer Gründung auf. Wir konnten sie erfolgreich mit verschiedenen weiteren Kontakten wie z.B. Institutionen und Bildungseinrichtungen verknüpfen. Durch diese Verbindungen konnten sie mithilfe einer Volkshochschule (dem Sena) in Kolumbien mehr über das Kaffeegeschäft lernen und sich intensiver weiterbilden. Durch einen weiteren Kontakt zu einer Baristaschule ermöglichten wir ASOCOPALVA das Absolvieren eines Workshops bei Oka Roasters. Oka Roasters ist ein Spezialitätenkaffeerösterei und Café in Cali. Dessen Chef Fernando Oka hat sich nicht nur als Q-Grader (Kaffeesommelier) einen Namen gemacht, sondern ist auch Röster, Barista und ein wahres Kaffeelexikon.

Die bisherige Arbeit mit ASOCOPALVA basierte hauptsächlich auf der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels. Die Erzeuger sind sich nun stärker der Notwendigkeit bewusst, nicht nur bessere Qualitätskaffees mit besseren Produktionsmethoden, sondern auch auf umweltfreundlichere Weise zu produzieren. Die Zukunftsaussichten für die neu gegründete Vereinigung sind vielversprechend: sie planen sogar, von der Regierung des Departements Mittel für den Bau einer neuen Röstanlage für ihren eigenen Kaffee zu erhalten, damit sie den Endverbraucher mit einem Endprodukt von hervorragender Qualität erreichen können.

Im 2.Teil unseres Impact Berichtes erfährst du über unsere fantastischen Fortschritte mit Mauricio von Coffee in the Clouds.